KfW-Förderung 2026: Was sich zum 21. Juli für Eigentümer ändert

KfW-Förderung 2026: Was sich zum 21. Juli für Eigentümer ändert

KfW-Förderung 2026: Was sich zum 21. Juli für Eigentümer ändert

Wer den Kauf, die Sanierung oder die energetische Modernisierung einer Immobilie plant, sollte in diesen Tagen genau hinschauen: Zum 21. Juli 2026 baut die KfW zwei ihrer wichtigsten Förderprogramme spürbar um. Betroffen sind der Wohngebäude-Kredit KfW 261 für die Sanierung zum Effizienzhaus sowie die Heizungsförderung KfW 458. Für Eigentümerinnen und Eigentümer in der Metropolregion Nürnberg kann sich der Zeitpunkt einer Antragstellung damit spürbar auf die Konditionen auswirken.

Was sich bei der KfW-Förderung konkret ändert

Der Hintergrund ist ein größerer politischer Umbau: Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) geht in ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) über. In der Folge werden auch die staatlichen Fördermaßnahmen angepasst. Die beiden zentralen Programme verändern sich dabei unterschiedlich.

KfW 261 – Sanierung zum Effizienzhaus

Beim Wohngebäude-Kredit KfW 261 wird laut aktuellen Meldungen der Tilgungszuschuss pauschal um rund 10 Prozentpunkte gesenkt, zudem entfällt der bisherige Bonus für die Erneuerbare-Energien-Klasse. Im Gegenzug steigt der maximale Kreditbetrag einheitlich auf bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Für größere Sanierungsvorhaben mit hohem Finanzierungsbedarf kann der höhere Kreditrahmen also durchaus vorteilhaft sein.

Heizungstausch: Anpassungen bei KfW 458

Auch die viel genutzte Heizungsförderung wird umgestaltet. Wer den Austausch einer alten Heizung plant, sollte die neuen Rahmenbedingungen kennen, bevor er Angebote einholt.

Weniger anrechenbare Kosten, wegfallende Boni

  • Die anrechenbaren Kosten sinken laut Berichten von 30.000 auf 28.000 Euro.
  • Der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag entfallen.
  • Der sogenannte Klimageschwindigkeits-Bonus wird stärker abgeschmolzen.
  • Die Grundförderung von rund 30 Prozent bleibt bestehen.

Unter dem Strich fällt die maximale Förderhöhe damit für viele Vorhaben etwas geringer aus als zuvor. Die grundsätzliche Unterstützung für den Heizungstausch bleibt jedoch erhalten.

Attraktive Programme für Neubau und Kauf

Wer nicht saniert, sondern neu baut oder erstmals eine neu gebaute Immobilie erwirbt, findet 2026 weiterhin interessante Möglichkeiten.

Klimafreundliches Bauen und Effizienzhaus 55

Zu den aktuell attraktivsten Programmen zählen laut Marktüberblick die Förderungen 297, 298 und 300 für den klimafreundlichen Neubau. KfW 297 richtet sich an Bauherren, die selbst ein klimafreundliches Haus errichten, KfW 298 an Käuferinnen und Käufer, die eine neu gebaute klimafreundliche Immobilie erwerben. Besonders bemerkenswert ist die Rückkehr der Förderung für das Effizienzhaus 55 – dadurch werden viele bereits geplante Bauprojekte wieder förderfähig.

Was das für Eigentümer in der Region bedeutet

Gerade im Premium-Segment der Region Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach spielt die energetische Qualität einer Immobilie eine zunehmend große Rolle – sowohl beim Verkaufswert als auch bei den laufenden Kosten. Wer eine Sanierung oder einen Heizungstausch ohnehin plante, sollte prüfen, ob eine Antragstellung noch vor dem Stichtag sinnvoll ist oder ob die neuen Konditionen für das konkrete Vorhaben vorteilhafter sind. Da die Programmdetails komplex sind und sich einzelne Boni gegenseitig beeinflussen, empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch die Hausbank oder einen spezialisierten Finanzierungsberater.

Für Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, lohnt sich zudem der Blick auf den energetischen Zustand: Eine gut sanierte oder mit moderner Heiztechnik ausgestattete Immobilie lässt sich im aktuellen Marktumfeld deutlich attraktiver positionieren. Gerne unterstützen wir Sie dabei, den Wert Ihrer Immobilie realistisch einzuschätzen und den richtigen Zeitpunkt für Ihre Entscheidung zu finden.

Symbolbild: Foto von Matthias Köhler / Pexels.

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