Der Immobilienmarkt Nürnberg hat im Verlauf des Jahres 2026 die Richtung gewechselt. Nach leicht rückläufigen Hauspreisen zu Jahresbeginn zeigen die aktuellen Marktdaten für das zweite Quartal wieder ein Plus: Eigentumswohnungen legten rund 0,7 Prozent zu, Häuser etwa 0,9 Prozent. Parallel dazu ist mit dem neuen Mietenspiegel ein weiterer Indikator gestiegen. Für Eigentümer in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach ist das ein Signal, die eigene Immobilie neu einzuordnen – gerade dann, wenn ein Verkauf ohnehin im Raum steht.
Die Trendwende im zweiten Quartal
Der Markt der vergangenen zwei Jahre war von Zurückhaltung geprägt. Gestiegene Finanzierungskosten hatten viele Kaufinteressenten ausgebremst, Verkäufer wiederum hielten an Preisvorstellungen aus der Niedrigzinsphase fest. Diese Blockade löst sich spürbar auf: Nach aktuellen Marktdaten ist die Aktivität in der Metropolregion wieder deutlich höher, mit mehr Anfragen und mehr Besichtigungen.
Warum die Nachfrage stabil bleibt
Nürnberg wächst weiter. Das anhaltende Bevölkerungswachstum trifft auf ein Angebot, das nicht im gleichen Tempo mitwächst – die Nachfrage übersteigt das verfügbare Angebot nach wie vor deutlich. Besonders gefragt sind zentrale Quartiere mit guter Infrastruktur sowie Eigentumswohnungen in guten Stadtlagen, die zuletzt wieder an Attraktivität gewonnen haben.
Preisniveau in Nürnberg, Fürth und Erlangen
Die Region ist kein einheitlicher Markt. Die Unterschiede zwischen den Städten sind erheblich und für eine realistische Preiseinschätzung entscheidend:
- Nürnberg: Häuser bewegen sich je nach Quelle bei rund 4.500 bis 4.800 Euro pro Quadratmeter.
- Fürth: Häuser liegen 2026 bei durchschnittlich rund 4.125 Euro pro Quadratmeter – gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von etwa 1,1 Prozent.
- Erlangen: Mit rund 5.040 Euro pro Quadratmeter für Häuser und etwa 4.276 Euro für Bestandswohnungen ist Erlangen das teuerste Pflaster der Region.
Was das für Ihre Immobilie bedeutet
Diese Werte sind Durchschnitte über ganze Städte hinweg. Im Premium-Segment ab 500.000 Euro sagen sie über eine konkrete Immobilie wenig aus. Lage, Baujahr, energetischer Zustand und Grundstückszuschnitt führen zu Abweichungen, die deutlich größer sind als die Preisbewegung der letzten Quartale. Eine belastbare Einschätzung entsteht erst über den Vergleich mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen ähnlicher Objekte in derselben Mikrolage.
Der neue Mietenspiegel als Signal
Mit der aktuellen Fortschreibung des Nürnberger Mietenspiegels ist die durchschnittliche Nettokaltmiete auf rund 10,33 Euro pro Quadratmeter gestiegen – ein Zuwachs von etwa 5,4 Prozent gegenüber der vorherigen Fassung. Steigende Mieten erhöhen die Renditeerwartung von Kapitalanlegern und stützen damit indirekt auch die Kaufpreise.
Relevanz für Verkäufer
Für Eigentümer, die aus persönlichen Gründen verkaufen – etwa nach einer Scheidung, im Erbfall oder aus Altersgründen – ist die Kombination aus stabiler Nachfrage und wieder anziehenden Preisen ein günstiges Umfeld. Entscheidend bleibt jedoch die Vorbereitung: vollständige Unterlagen, ein belastbarer Energieausweis und eine Preisstrategie, die von Anfang an stimmt. Objekte, die zu hoch starten und später korrigiert werden müssen, erzielen erfahrungsgemäß schlechtere Ergebnisse als richtig positionierte Immobilien.
Einordnung
Der Immobilienmarkt in der Metropolregion Nürnberg hat die Seitwärtsphase verlassen, ohne in eine neue Übertreibung zu laufen. Die Bewegungen sind moderat, die Nachfrage im gehobenen Segment ist real. Wer über einen Verkauf nachdenkt, sollte den aktuellen Wert seiner Immobilie kennen, statt sich auf Durchschnittswerte aus Portalen zu verlassen. Gerne erstellen wir Ihnen eine fundierte Einschätzung für Ihre Immobilie in Nürnberg, Fürth, Erlangen oder Schwabach.
Symbolbild: Foto von Studio Lichtfang / Pexels.
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