Immobilienmarkt 2026: BVR erwartet wieder steigende Preise

Immobilienmarkt 2026: BVR erwartet wieder steigende Preise

Immobilienmarkt 2026: BVR erwartet wieder steigende Preise

Nach zwei von Zinswende und Zurückhaltung geprägten Jahren deuten aktuelle Branchendaten auf eine Wende am deutschen Immobilienmarkt hin. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet für 2026 wieder mit steigenden Preisen für selbstgenutztes Wohneigentum. Für Eigentümer und Verkäufer in der Metropolregion Nürnberg ist das ein wichtiges Signal – auch wenn die Entwicklung differenziert zu betrachten ist.

BVR-Prognose: Rund drei Prozent Preisanstieg

Laut einer aktuellen Einschätzung des BVR dürften die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien im Jahresverlauf 2026 um rund drei Prozent zulegen. Damit setzt sich die Stabilisierung fort, die sich bereits im ersten Halbjahr abgezeichnet hat. Nach dem deutlichen Rückgang der Vorjahre spricht die Branche wieder von einer moderaten Aufwärtsbewegung – getragen von anhaltend hoher Nachfrage und einem weiterhin knappen Angebot in gefragten Lagen.

Nachfrage trifft auf knappes Angebot

Der zentrale Treiber bleibt das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. In den Großstädten und wirtschaftsstarken Regionen ziehen die Preise sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Ein- und Zweifamilienhäuser wieder an, während der ländliche Raum vergleichsweise entspannt bleibt. Diese Zweiteilung des Marktes prägt die aktuelle Lage stärker als jeder bundesweite Durchschnittswert.

Aktuelle Marktdaten: Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau

Die jüngsten Marktdaten zeichnen ein differenziertes Bild. Bundesweit lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis zuletzt bei rund 3.150 Euro. In den vergangenen Monaten war in vielen Segmenten eine Seitwärtsbewegung zu beobachten: Die Preise für Eigentumswohnungen und Bestandshäuser bewegten sich weitgehend stabil, teils mit leichten Rückgängen in einzelnen Lagen – jedoch durchweg auf hohem Niveau.

Hochwertige Lagen bleiben stabil

Besonders in den gefragten und hochwertigen Lagen zeigt sich der Markt robust. Genau hier ist auch die Metropolregion Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach einzuordnen: Als wirtschaftsstarker Standort mit stabiler Nachfrage profitiert die Region von den Faktoren, die der BVR für den Preisanstieg verantwortlich macht. Für Verkäufer hochwertiger Objekte bedeutet das eine solide Ausgangslage.

Zinsen als bestimmender Faktor

Ein wesentlicher Rahmenparameter bleibt die Finanzierung. Anfang Juli 2026 lag der durchschnittliche Zinssatz bei einer zehnjährigen Sollzinsbindung bei etwa 3,8 Prozent, bei fünfzehnjähriger Bindung bei rund 4,0 Prozent. Das Zinsniveau hat sich damit auf einem berechenbaren Korridor eingependelt – für Käufer bedeutet Planbarkeit oft mehr als eine weitere Zinssenkung, weil sie Finanzierungen wieder sicher kalkulieren können.

  • Preisprognose 2026: rund +3 Prozent bei selbstgenutztem Wohneigentum (BVR)
  • Bauzinsen (10 Jahre): aktuell etwa 3,8 Prozent
  • Markttendenz: Stabilisierung, in guten Lagen leicht steigend

Was das für Eigentümer bedeutet

Für Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, verbessert sich das Umfeld. Eine anziehende Nachfrage bei stabilem Zinsniveau schafft günstige Voraussetzungen – vorausgesetzt, der Angebotspreis ist marktgerecht angesetzt. Gerade im Premium-Segment entscheidet die richtige Preisfindung darüber, ob ein Objekt zügig und zum bestmöglichen Preis verkauft wird oder unnötig lange am Markt verbleibt.

Fazit

Die aktuellen Branchendaten sprechen für einen Immobilienmarkt, der sich 2026 nach der Korrekturphase wieder gefangen hat. Die BVR-Prognose von rund drei Prozent Preisanstieg unterstreicht diese Erholung, ohne von überzogenen Steigerungen auszugehen. Wer in der Metropolregion Nürnberg ein hochwertiges Objekt verkaufen möchte, sollte die verbesserte Marktlage nutzen – mit einer fundierten, marktgerechten Bewertung als Grundlage.

Symbolbild: Foto von Filipp Romanovski / Pexels.

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