Jung kauft Alt: Mehr KfW-Förderung ab August 2026

Jung kauft Alt: Mehr KfW-Förderung ab August 2026

Jung kauft Alt: Mehr KfW-Förderung ab August 2026

Zum 3. August 2026 hat die KfW ihr Förderprogramm „Jung kauft Alt“ (Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb, Programm 308) spürbar aufgewertet. Die Kredithöchstbeträge steigen je nach Kinderzahl um bis zu 40.000 Euro, und bei der geforderten Sanierung gibt es künftig mehr Spielraum. Für Familien, die einen Altbau kaufen möchten, verbessert sich damit die Finanzierungsrechnung – und für Eigentümer älterer Häuser in der Metropolregion Nürnberg wächst der Kreis der zahlungsfähigen Interessenten.

Was sich konkret geändert hat

Der Kern des Programms bleibt unverändert: Es richtet sich an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, die eine bestehende, sanierungsbedürftige Immobilie zur Selbstnutzung erwerben. Gefördert wird nicht mit einem Zuschuss, sondern mit einem zinsverbilligten Darlehen. Angehoben wurden die maximal möglichen Kreditsummen.

Die neuen Förderhöchstbeträge

  • Familien mit einem Kind: bis zu 140.000 Euro statt bisher 100.000 Euro
  • Familien mit zwei Kindern: bis zu 160.000 Euro statt bisher 125.000 Euro
  • Familien mit drei oder mehr Kindern: bis zu 180.000 Euro statt bisher 150.000 Euro

Die Einkommensgrenzen bleiben dagegen bestehen: Das zu versteuernde Haushaltseinkommen darf 90.000 Euro bei einem Kind, 100.000 Euro bei zwei Kindern und 110.000 Euro bei drei oder mehr Kindern nicht überschreiten. Neu ist außerdem, dass sich Familien bei der geforderten Sanierung alternativ auch für energetische Einzelmaßnahmen entscheiden können, statt zwingend einen vollständigen Effizienzhaus-Standard erreichen zu müssen.

Warum die Förderung derzeit besonders ins Gewicht fällt

Der Zinsvorteil wirkt vor dem Hintergrund eines angespannten Finanzierungsmarktes. Nach aktuellen Marktdaten sind die Bauzinsen im Juli 2026 um rund 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte gestiegen und liegen je nach Anbieter, Bonität und Beleihung überwiegend im Bereich von rund vier Prozent. Anfang August zeigte sich der Markt zunächst stabil; Marktbeobachter wie Dr. Klein rechnen kurzfristig eher mit einer Seitwärtsbewegung als mit deutlichen Entlastungen.

Der Effekt auf die Monatsrate

Die KfW-Konditionen lagen Anfang August 2026 je nach Laufzeit und Zinsbindung zwischen rund 0,01 und 0,53 Prozent effektivem Jahreszins. Wird ein Teil der Gesamtfinanzierung über ein solches Darlehen abgebildet, senkt das den Mischzins der Finanzierung und damit die monatliche Belastung – gerade dann, wenn der frei finanzierte Anteil beim aktuellen Marktzins liegt. Ergänzend fördert das Programm 124 den Erwerb selbst genutzten Wohneigentums inzwischen mit bis zu 100.000 Euro; dieser Betrag wurde im März 2026 von zuvor 50.000 Euro angehoben.

Was das für den Markt in Nürnberg, Fürth und Erlangen bedeutet

Die Städte der Metropolregion sind von Bestandsimmobilien geprägt – von Nachkriegsbauten über Siedlungshäuser der 1960er- und 1970er-Jahre bis zu gründerzeitlichen Objekten. Genau dieser Bestand steht im Fokus des Programms. Häuser mit erkennbarem Sanierungsbedarf, die zuletzt schwerer vermittelbar waren, gewinnen dadurch an Attraktivität für eine klar umrissene Käufergruppe.

Was Verkäufer daraus ableiten sollten

Für Eigentümer heißt das nicht automatisch, dass sich höhere Preise durchsetzen lassen. Die Einkommensgrenzen begrenzen die Zielgruppe deutlich, und die Förderung ersetzt kein Eigenkapital. Entscheidend ist vielmehr die richtige Vermarktung: Wer Energieausweis, Sanierungsstand und realistische Modernisierungskosten transparent aufbereitet, macht es Interessenten leichter, die Förderfähigkeit früh zu prüfen. Ein wichtiger formaler Punkt gehört in jedes Verkaufsgespräch: Der Förderantrag muss vor Abschluss des Kaufvertrags bei der KfW gestellt werden. Wird das übersehen, entfällt die Förderung – und mit ihr häufig die Finanzierung des Käufers.

Fazit

Die Aufstockung von „Jung kauft Alt“ ist eine der relevanteren Förderänderungen dieses Jahres für den Bestandsmarkt. Sie verschiebt keine Preisniveaus, verbessert aber die Finanzierbarkeit sanierungsbedürftiger Objekte für Familien mit mittlerem Einkommen. Wenn Sie den Verkauf einer Bestandsimmobilie in Nürnberg, Fürth, Erlangen oder Schwabach planen, lohnt es sich, diese Käufergruppe in der Vermarktungsstrategie mitzudenken. Gerne ordnen wir für Sie ein, welche Interessentenkreise für Ihr Objekt tatsächlich infrage kommen.

Symbolbild: Foto von Man Fong Wong / Pexels.

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