Zum 1. Juli 2026 hat die KfW gemeinsam mit dem Bundesbauministerium ein neues Förderprogramm gestartet: Mit dem Programm 266 „Gewerbe zu Wohnen“ wird die Umnutzung leerstehender Büros, Läden und Gewerbeflächen in Wohnraum bezuschusst. Für Eigentümer und Investoren in der Metropolregion Nürnberg eröffnet das eine interessante Perspektive – gerade dort, wo Ladenzeilen und Bürostandorte an Zugkraft verlieren. Wir ordnen die neue Förderung ein und zeigen, worauf es jetzt ankommt.
Was das Programm KfW 266 konkret bietet
Kern des neuen Programms ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 30.000 Euro pro geschaffener Wohnung. Gefördert wird die Umwandlung von bislang gewerblich genutzten Flächen – etwa leerstehende Büroetagen oder aufgegebene Ladenlokale – in dauerhaft genutzten Wohnraum. Anders als bei einem Kredit muss dieser Zuschuss nicht zurückgezahlt werden, was die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte spürbar verbessert.
Für wen sich die Förderung lohnt
Angesprochen sind vor allem Eigentümer von Bestandsimmobilien mit ungenutzten oder schwer vermietbaren Gewerbeflächen. In zentralen Lagen von Nürnberg, Fürth oder Erlangen finden sich zunehmend Objekte, deren gewerbliche Nutzung nicht mehr tragfähig ist, deren Substanz und Lage sich aber hervorragend für hochwertigen Wohnraum eignen. Genau hier kann der Zuschuss den Ausschlag für eine Umnutzung geben.
- Zuschusshöhe: bis zu 30.000 Euro je neu geschaffener Wohnung
- Voraussetzung: Umwandlung bestehender Gewerbeflächen in Wohnraum
- Vorteil: nicht rückzahlbar, kombinierbar mit weiterer Finanzierung
Einordnung in die Förderlandschaft 2026
Das Programm 266 ergänzt die bestehenden KfW-Angebote für Neubau und Wohneigentum. Für Familien steht weiterhin das Programm „Wohneigentum für Familien“ mit zinsgünstigen Krediten zur Verfügung, während die Programme für klimafreundliche Neubauten den Effizienzhaus-40-Standard voraussetzen.
Warum Umnutzung derzeit an Bedeutung gewinnt
Der Neubau bleibt angesichts hoher Bau- und Grundstückskosten anspruchsvoll. Die Aktivierung vorhandener Substanz gilt vielen Fachleuten deshalb als wichtiger Baustein, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen – ohne neue Flächen zu versiegeln. In gewachsenen Innenstadtlagen entstehen so oft besonders gefragte Wohnungen mit kurzen Wegen und guter Infrastruktur, die im Premium-Segment nachgefragt werden.
Das Zinsumfeld: solide Grundlage für Investitionen
Wer über eine Umnutzung oder den Erwerb einer Bestandsimmobilie nachdenkt, sollte die Finanzierung als Ganzes betrachten. Laut aktuellen Marktdaten liegen die Bauzinsen Anfang Juli 2026 im Schnitt bei rund 3,9 Prozent effektivem Jahreszins für zehnjährige Darlehen; Topkonditionen bewegen sich etwas darunter.
Ausblick auf die Zinsentwicklung
Nach einem Anstieg im Frühjahr gaben die Zinsen im Juni wieder leicht nach. Viele Analysten rechnen für den weiteren Jahresverlauf eher mit einer Seitwärtsbewegung als mit deutlichen Veränderungen; eine Rückkehr zu den historischen Niedrigzinsen gilt als unwahrscheinlich. Für Investoren bedeutet das ein planbares Umfeld, in dem sich ein Zuschuss wie beim Programm 266 unmittelbar positiv auf die Gesamtkalkulation auswirkt.
Fazit
Mit dem Programm 266 setzt die KfW einen gezielten Anreiz, ungenutzte Gewerbeflächen wieder mit Leben zu füllen. Für Eigentümer in der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen kann sich damit eine wirtschaftlich attraktive Chance ergeben – vorausgesetzt, Objekt, Lage und Kalkulation passen zusammen. Wir prüfen für Sie gern, welches Potenzial in Ihrer Immobilie steckt und wie sich Förderung und marktgerechte Vermarktung sinnvoll verbinden lassen.
Symbolbild: Foto von Marcus Lenk / Pexels.
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